Es ist Oktober, und bei mir im Keller riecht es nach Skiwachs. Die Ski liegen auf dem Bock, das Wachseisen ist warm, und auf dem Sofa wartet meine Skijacke. Das Loch im Ärmel vom letzten März wird jetzt endlich gestopft. 🪡
Neben Wachsen und Flicken gehört noch eine Frage zu meiner Saisonvorbereitung: Wie komme ich eigentlich in die Berge? Darüber habe ich mir schon oft Gedanken gemacht. Dieses Jahr wollte ich es jedoch schwarz auf weiss wissen und habe die Strecke Zürich nach Andermatt in zwei Varianten durchgerechnet.
Mit dem Auto đźš—
Ich fahre allein im Benziner, 145 km pro Weg. FĂĽhlt sich nach Freiheit an? Am Abend komme ich jedoch mit rund 87 kg COâ‚‚ wieder zu Hause an.
Mit dem Zug 🚆
Gleiche Strecke, gleicher Pulverschnee. Ich lese, döse, trinke Kaffee und komme mit rund 7 kg CO₂ heim.
Gleiches Ziel, gleicher Spass, aber 80 kg COâ‚‚ weniger. Allein an einem Skitag!
Warum mich das so beschäftigt? Weil die Anreise der grösste Brocken ist. Bei einem Skitag entfällt über die Hälfte der Treibhausgase auf die An- und Abreise. Nicht die Schneekanonen und auch nicht die Pistenfahrzeuge sind die grössten Faktoren, sondern wir, auf dem Weg dorthin.
Und die Wege werden länger: Schneesichere Gebiete rutschen immer weiter nach oben. Schon heute verursacht der Verkehr in der Schweiz rund 42 % der CO₂-Emissionen, und der Tourismus- und Freizeitverkehr macht über die Hälfte des Verkehrsaufkommens aus. Jede dritte Person in der Schweiz betreibt Wintersport. Wir haben mit der An- und Abreise somit einen riesigen Hebel!
Kein Zug in Sicht? Nächstes Mal zeige ich dir, welche Alternativen es gibt und wie sie in Sachen Klima abschneiden. Stay tuned! 🤫⚡️
Bis dahin: Zeig, dass du dabei bist!
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